Im Montafon, in Gortipohl - da isch es eim so schampar wohl

Mit Gassers ist eine Wanderwoche natürlich auch eine Schlemmerwoche. Ganz besonders bei unseren österreichischen, gastfreundlichen Nachbarn.
Aber erst mussten wir es ohne Tschugi machen. So wanderten wir als «Halbwaisen » um den Kopssee, kühlten auf dem Heimweg die überhitzten Füsse, im eisig kalten Kneipp-Bächlein und schlichen über Schmuggi-Luggis Schmugglerpfad am Schafberg.

Erst am Mittwoch wurde die frisch pensionierte Esther alias Tschugi mit grossem Hallo auf dem Kristberg empfangen. Jetzt waren wir komplett. Ihr zu Ehren gabs am Abend von zwei weiblichen Gästen der Alpenrose ein Duo-Alphorn-Konzert. Wir durften natürlich alle zuhören und das war Balsam für Ohren und Gemüt.

Am Donnerstag wurde der Wetter-Gott etwas launisch. Ein kräftiger Sturmregen überfiel uns am Lünersee. Er durchpflügte, durchschüttelte und durchnässte uns gehörig. Ein Glück dass wir alle heil in die Bergstation gespült wurden. Nur ein paar Schirmstängeli brachen und zwei Rucksack–Überzüge segelten davon.

Am Freitag stöhnten wir wieder unter der Hitze und fanden vorübergehend Abkühlung auf einer luftigen Terrasse bei einem Mega-Eis-Coupe!

Am Samstagabend durften wir das Freilicht-Theater im Silbertal besuchen, eines der grössten Europas. Das war ein beeindruckender Abend! Es ist schwer zu beschreiben, man muss es gesehen haben. Wir Besucher schauten von der Tribüne in eine echte Mini-Berglandschaft, mit Kapelle, Chalets, Bergsee und sogar einer Schnapsbrennerei. Wir tauchten ein in das Leben der Vorfahren mit all deren Freuden und Leiden. In dieser perfekt gespielten Sage erfuhren wir, wie die Namen Silvretta und Vereina entstanden. Auch die Technik tat ihr Bestes und liess unter anderem einen Wasserfall ins Tal rauschen der verblüffend real aussah. Dazu funkelten Sterne am Nachthimmel sodass Theater und Wirklichkeit nahtlos ineinander flossen. Ein wahrlich krönender Abschluss der Montafon-Woche.


Danke Peter, danke Esther, das habt Ihr einmal mehr sehr gut geplant!
Nicht unbedingt schlanker, aber erfüllt und zufrieden rollten wir am Sonntag wieder heimwärts.


Klara Jaccard