Ostern mit Gasser's in Ardez von A-Z ein Riesenfez


Das Fest beginnt bereits im Zug. Kaum hat man es sich im reservierten Wagen gemütlich gemacht,verteilt Tschugi wohlriechende Lachsbrötli. Peter und Fredy gehen mit der Tranksame um und wir können wählen zwischen den Schweizerfarben Rot oder Weiss.

Die Fahrt vergeht im Nu und schon steigen wir, wen wunderts,gut gelaunt in Ardez aus dem Zug.Der Hotelier empfängt uns lachend am Bahnhof, nimmt allen das schwere Gepäck ab und verstaut es in seinem Transporter.

Nach der Zimmerverteilung läuten wir mit einem bombastischen Pasta-Buffet die Ostertage ein. Bei so guter Verpflegung müssen wir uns natürlich bewegen, damit die Kalorien wieder verpuffen.

Die Skifahrer werden wie Prominente per Taxi zur Gondel spediert. Die einzige Anstrengung die sie erbringen müssen ist: In die Bindung zu klinken und ab die Post. Und wie das so, ist die Kleinen werden einfach «überfahren!» So hat es unser Nelly erwischt. Sie ist platt im Schnee gelandet, zum Glück ohne negative Folgen.

Peter hat alle Hände voll zu tun, um seine Schäfchen zusammenzuhalten. Denn wenn Musik ertönt, schert Rolf gerne mal aus, folgt dem Klang und ward nicht mehr gesehen.

Tschugi hat es gut! Sie darf sich um das Fussvolk kümmern. Wir sind autonom.Wir latschen zum Bahnhof, dann zur Gondel und lassen uns ins «Motta Naluns» tragen. Auf einem wunderbar präparierten Spazierpfad lustwandeln wir hinüber ins «Prui», wo wir, auf einem Liegestuhl oder Fell, genüsslich Jagertee oder Schümlipflümli schlürfen. Das wärmt von innen und die Sonne von aussen. Eifach ei Wöhli!

Und weil Peter ein Profi mit Herz ist und ein Gspüri hat, bringt er alles locker unter einen Hut. Er stützt die Schwächeren und spürt die Abgeschweiften wieder auf. 

So sitzen wir am Abend mit gesunder Müdigkeit und frischem Teint, alle vereint am liebevoll gedeckten Tisch und lassen uns mit immer neuen kulinarischenKöstlichkeiten verwöhnen.

Eins zwei drei – und Ostern ist schon fast vorbei. Der letzte Abend ist da. Da packt Ruedi nach dem Essen seine Gitarre aus und hängt sie um den Hals. Ermacht den Leadsänger und unter seiner Begleitung singen wir vom «Fliege mit 18 mir in die Heimat» über den «Föhn» bis zum «Zahbürsteli-Marsch», was das Zeug hält. Heiser aber glücklich sinken wir zum letzten Mal ins warme Bett.

Am Ostermontag reist eine zufriedene Bande mit RhB und SBB zürichwärts. Ich bin immer wieder voll Dankbarkeit, dass es die Naturfreunde gibt.

Danke Tschugi, danke Peter, im Namen aller, ihr seid wirklich ein starkes Gespann! Dank gebührt jedem Einzelnen, wir waren eine saumässig gute Truppe.

Klara Jaccart