Wochenbericht Montafon

März 2015

Bi zwifelhaftem Wätter fahred mir am Sunntig ab dehei
und träffed eus s erscht Mal in Liechtestei.

Immer meh fahred mer dänn de Sunne entgäge,
mer wüssed, es chunnt erscht am Sunntig cho rägne.

I de Alperose werded mir wie jedes Jahr herzlich empfange
und dänn sind mir sofort is Montiel zum Mittagässe gange.

Am Namittag macht jedes was es will, die eine gnüssed die warme Sunnestrahle,
und de Peter holt alli Skibillett und hät z’wenig Gäld zum zahle.

Nach em Znacht wird gjasset und vill verzellt i fröhliche Runde,
aber scho früeh sind die Meischte i ihri Zimmer verschwunde.

Schliesslich wänd mir am nächste Tag früeh uf d’Pischte, uf de Schafberg in Gargelle,
d’Pischte wäred traumhaft, nur s’Wätter hät halt nümme welle.

Mir fahred wie blindi Chüeh, mer mues de Wäg richtig sueche,
drum gönd au e Paari im Tüüfschnee go tauche.

Am Namittag isch es vill z’warm, mer chömed bim skifahre is Schwitze,
1 Std. früehner als abgmacht tüend mir drum scho wieder im Retourbus sitze.

Das chunt em Intersport z’guet, me hät Ziit zum s’Gäld verputze,
mer chauft Händsche, Brülle, T-Shirts und anderi Sache vo meh oder weniger Nutze.

Wie es sich ghört am Sunntig händ d’Fuessgänger welle i d’Chile im Silbertal,
s’isch aber die falschi gsi, doch was söll’s, gfalle häts dene drüü allemal.

Wie mer im Hotel im Skiruum d’Schueh a d’Heizig hänkt müend die Meischte no lehre,
de Peter, d’Tschugi und de Fredi sind so lieb und tüend mängs Paar zum tröchne umchehre.

D’Margret hät eus für ein Tag verlah nach em Znacht
und die Anderer händ de Tagesbricht gloset und dänn en ruhige Abig verbracht.

Oh jeh, am Dienstigmorge isch es sehr warm, es rägnet und isch total verhange,
d'Luscht zum Skifahre isch drum Villne vergange.

S'Evi hät d'Initiative ergriffe, en Bludenz-Bsuech z'organisiere,
die Eine händ's aber trotz Sturm und Räge mit Skifahre welle probiere.

De Robert und de Walter warted i de Nova Stoba vergäbe uf d'Skifahrer, zum Mittagässe,
die vergnüeged sich nämli im Valiserahüsli bi Musig und Tanz, sie händ d'Abmachig vergässe.

S'Susy und s'Vreni filmed die tolli Stimmig mit singe und lache,
und s'Evi wott dänn en Feriefilm drus mache.

Nach em Znacht chunnt s'Vreni no mit eme Blitz-Quiz mit verruckte Frage,
dänn gaht's is Bett, in e paar Stund wird's ja scho wieder tage.

Wie wird ächt s'Wätter hüt, frögt mer sich bim Zmorge,
mer gseht zwar scho chli d'Sunne, aber au dunkli Wulche mached eus Sorge.

Die eine händ dänn zum skifahre d'Silvretta Nova gwählt,
die andere gönd uf's Hochjoch, was sich als gueti Wahl usestellt.

Will's halt doch höcher isch bliibed d'Pischte besser,
s'git fascht kei Gräbe, drum isch d'Freud au grösser.

Trotzdem taucht de Fredi mit eme Ueberschlag in tüüfe Schnee,
leider händ die meischte vo eus das verpasst, aber e applaudierendi Skischuel hät's gseh.

De Skilift in Garfrescha isch nöd jedermanns Sach,
fascht git's zwüsched de Monika und em Jonny Krach,

wer ächt de Skiliftbügel dörfi ha, d'Monika günnt,
und hanged dänn wie en Nussgipfel dra.

Mir erläbed en Traumtag bi vollem Sunneschii,
doch mer befürchted, s'chönt de einzig i dere Wuche si.

De Walter und de Robert tüend z'Fuess de Golm erkunde,
und au d'Tschugi bringt de Tag, teilwiis im Liegestuehl, über guet d'Runde.

Vom Lotto am Abig wott dänn niemer meh öppis wüsse,
vill lieber gönd mir früeh s'Chopfchüssi go küsse.

S'isch tatsächlich so, de Mittwuch isch näblig und verhange,
trotzdem sind die Meischte uf d'Ski gange.

E Paar gönd go wandere, is Chraftwerk und mached Beizetoure,
die Andere ziehnd im Golm und Silvretta Nova ihri Tüüfschneespuure.

Mit usrueh am Abig isch es dänn aber nüt,
die zwee Silbertaler chömed hüt.

Sie unterhalted eus mit Wirz, lüpfiger Musig und singe,
da dezue tüend mir flissig eusi Tanzbei schwinge.

De Peter und de Fredi chömed is schwitze, sie sind dauern dra,
s'hät halt vill vill meh Fraue gha.

Sierra madre singed mir dänn zum Schluss, mer händ en Chreis gmacht,
d'Cherze und s'Liecht i de Zimmer lösched mir erscht gäge Mitternacht.

Ueber d'Nacht hät's vill Schnee ge, es isch de trüebschti Morge vo alle,
das hät de wenigschte Skifahrer gfalle.

De Peter stellt schnäll es Alternativ-Programm uf d'Bei,
mer fahred nach Bludenz, zu ere Füehrig i de Brauerei.

Dänn muess es bi de Tschugi und de Monika rassig ga,
die zwei und d'Dolores händ de Namittag reserviert in eme Spa.

Händ mir ächt doch öppis verpasst, dass mir nöd sind uf s'Ski?
Für churzi Ziit lacht nämli de Sunneschii.

S'Wätter uf em Hochhoch, wo mer dänn sind go Zmittag ässe,
lat eus de Gedanke as skifahre aber grad wieder vergässe.

De Ruedi und d'Lys, s'Evi und s'Lotti gnüssed de Schnee,
s'hät recht vill Neue, doch sie händ bim skifahre nöd so vill gseh.

Am Abig spieled mer dänn Lotto, s'isch recht luschtig gsi,
d'Tschugi günnt sogar en Vogel debi.

De Fritigmorge, er chönnt nöd schöner si,
jede wo cha und mag gaht hüt uf d'Ski.

Ob uf's Hochjoch oder d'Silvretta Nova, s'chunnt überhaupt nöd druf a,
mer werded überall en grosse Skiplausch ha.

Alles stimmt a dem grossartige Tag, de
Schnee, d'Ussicht, d'Stimmig, genau wie mer's gern mag.

Hüt sind mir entschädiget worde für die trüebe Tage,
susch dörfed mir über die Wuche aber nöd chlage.

S'isch nüt passiert usser e paar Blase, Bläuele und Büüle,
und i de Alperose händ mir eus chönne recht wohl fühle.

Um die, trotz Wätterpech, tolli Wuche würdig abz'schlüsse
chönd mir am letschte Abig no de Wuchebricht und de Videofilm gnüsse.

De Samstig isch wieder wunderschön, doch es heisst adieu säge,
die Eine fahred im Direkte hei, die Andere über de Bartholomäberg uf Umwege.

Nur no schnell Danke säge vo allne LagerteilnehmerInnen as Leiterpaar
Peter und Tschugi ihr machet das super Sierra Madre.

Vreni Ruf